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Umweltbildung mit der #WIRFUERBIO-Abfallbox

Die ALP AöR bietet mit der #wirfuerbio-Abfallbox ein neues Lernangebot zum Thema Abfall an, das kostenlos an interessierte Lehrkräfte ausgeliehen wird.
Spielerisch und mit viel Spaß vermittelt die #wirfuerbio-Abfallbox Wissen über Nachhaltigkeitsziele, Abfallvermeidung und Abfalltrennung.

Beschreibung
Die Abfallbox sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler für einen bewussten Umgang mit der Umwelt und mit dem Thema Abfall. Hauptschwerpunkt ist hierbei das Thema Bioabfall. Die Abfallbox beinhaltet 7 interaktive Lernstationen. Die Schüler*innen vertiefen ihr Wissen über Abfall und lernen, welche Abfallarten es gibt, erarbeiten Tipps, wie Abfall vermieden werden kann und erfahren, wie unsere Abfälle richtig getrennt werden. Das Ziel ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Bioabfall, Kompost und Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus fördert die Stations- und Gruppenarbeit das soziale Miteinander und zeigt, dass jede / jeder von uns unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten kann.

Zielgruppe
Die Abfallbox ist für Grundschüler*innen des 4. Jahrgangs konzipiert. Sie kann aber durchaus auch für die 5. und 6. Klassenstufe genutzt werden. Bei den zu vermittelnden Aufgaben und Informationen wird eine alterstypische Lesekompetenz vorausgesetzt. Durch die Stationsarbeiten in kleinen Gruppen ist eine Inklusion möglich. In diesem Alter befinden sich die Schülerinnen und Schüler in einer Entwicklungsphase, in der eigene Weltkonzepte noch nicht gefestigt sind. Neue Erkenntnisse werden von ihnen eigenständig hinterfragt oder korrigiert.

Methoden & Didaktik
Stationsarbeit bildet die Grundlage unserer Abfallbox. In kleinen Gruppen werden alle Stationen durchlaufen. Hierzu erhalten die Schüler*innen einen Laufzettel auf welchem die erarbeiteten Lösungen eingetragen werden. Eine gemeinsame Auswertung der Laufzettel bildet den Abschluss des Projekttages.
Offenes und selbstbestimmtes Lernen in Grundschulen wird unterstützt. Der Fokus liegt auf abwechslungsreichen Materialien sowie Methoden. Ein spielerischer Umgang mit einem komplexen Thema hinterlässt erfahrungsgemäß mehr Spuren und bezieht sich auf den Alltag der Schülerinnen und Schüler.

Die 7 Stationen der Abfallbox:

Station#1: Nachhaltigkeitsziele

Die erste Station startet mit den 17 Nachhaltigkeitszielen, welche von den Vereinten Nationen in Ihrer Agenda 2030 vom September 2015 erarbeitet wurden.

Zu der Station gehören Tafeln aus Plexiglas, auf denen die Nachhaltigkeitsziele mit Symbolen und Zahlen aufgedruckt sind. Diese werden von den Schüler*innen vor sich der Zahlenreihenfolge nach ausgebreitet. Nun werden kleine Kärtchen den passenden Symboltafeln zugeordnet, auf denen Merksätze wie „Alle Menschen sollen die gleichen Chancen haben.“ aufgedruckt sind. Die hierzu passende Symboltafel wäre „Weniger Ungleichheiten“.

Sind alle Merksätze den Symboltafeln zugeordnet, werden die kleinen Kärtchen gewendet- auf der Rückseite befindet sich ein Buchstabe. Anhand der auf dem Plexiglas aufgedruckten Zahl kann man erkennen, an welcher Stelle im Lösungswort dieser Buchstabe steht. So kommt der Lösungssatz für diese Station zustande.


Station #2: Abfallvermeidung

Bei dieser Station dreht sich alles um das Thema Abfallvermeidung. Konkret geht es um die Reduktion des Plastikkonsums. Die Schüler*innen haben die Aufgabe 24 gegensätzliche Memory-Paare zu bilden. Diese Paare zeigen jeweils ein Produkt oder Gegenstand, der entweder aus Plastik oder einem umweltfreundlichen Material besteht. Eine Haarbürste aus Plastik und die umweltfreundliche Variante aus Holz bilden ein solches Paar. Ein weiteres Beispiel für ein Paar wären die Plastiktüte und der Stoffbeutel.

Die Schüler*innen lernen plastikfreie Alternativen kennen, Bilder miteinander in Verbindung zu bringen und Zusammenhänge zu erfassen. Durch das Finden aller Paare erhalten die Schüler*innen das Lösungswort für diese Station.

Station #3: Abfalltrennung

Die Aufgabe der Schüler*innen ist es, 30 verschiedene Abfälle (Chips mit Bildern) den vier Mülltonnen zuzuordnen: der Restmülltonne, der Biotonne, der Gelben Tonne und der Papiermülltonne. So gehört der Fußball zum Beispiel in die Restmülltonne und die Eierschalen in den Bioabfall. Sind die Chips alle richtig zugeordnet, ergeben die Buchstaben auf der Rückseite der Chips pro Tonne ein Lösungswort.

Die Schüler*innen lernen hier spielerisch, was für verschiedene Abfallarten es gibt und machen sich nachhaltig Gedanken darüber, welcher Abfall in welche Tonne gehört.

Station#4: Bio-Energie

Nach Ansehen eines kurzen Videos beantworten die Schüler*innen Fragen. Die Antworten werden in ein Gitterrätsel eingetragen. Hieraus ergibt sich das Lösungswort für den Laufzettel.

Die Schüler*innen erfahren, welche Komponenten zur Herstellung von Biogas eine Rolle spielen.

Station #5: Nahrungskette

Hier wird gepuzzelt. Das Puzzle besteht aus 100 Teilen und erklärt den Kreislauf von Mikroplastik in der Umwelt. Durch die Visualisierung des Puzzles besteht eine deutlich bessere Lernerfolgsrate. Ein Lösungswort gibt es bei dieser Aufgabe nicht.

Die Schüler*innen lernen in dieser Station, wieso Plastiktüten im Biokompost am Ende wieder auf unseren Tellern landen.

Station #6: Kompostierung

Die Schüler*innen haben bei Station #6 die Aufgabe, neun kleine Kärtchen mit zusammenhängenden Satzabschnitten in die richtige Reihenfolge zu bringen. Die Satzabschnitte ergeben dann zusammenhängend den Vorgang der Kompostierung beginnend bei den Küchen- und Gartenabfällen über die darin enthaltenen Mikroorganismen bis hin zum daraus entstehenden Humus. Auf den Rückseiten dieser Kärtchen stehen wieder Buchstaben, welche anschließend in richtiger Reihenfolge das Lösungswort für diese Station ergeben.

Hier wird das Textverständnis der Schüler*innen auf die Probe gestellt. Sie sollen schwierige Zusammenhänge verstehen und lernen die Kleinsttiere im Kompost, sowie den Kompostierungsvorgang an sich genauer kennen.

Station #7: Pflanzaktion

Bei der letzten Station ist die Geschicklichkeit der Schüler*innen gefragt: die Aufgabe besteht darin, aus Zeitungspapier einen Blumentopf zu basteln. Dafür haben die Schüler*innen eine Anleitung und vorgegebene Hilfsmittel, um den Blumentopf anzufertigen. Im Anschluss wird der selbstgebastelte Blumentopf mit frischer Komposterde und Saatkörnern gefüllt. Die Samen müssen von nun an jeden Tag gegossen werden und bescheren den Schüler*innen ein nachhaltiges Erfolgserlebnis, wenn die ersten Keime sprießen. Die Schüler*innen lernen den Kreislauf des Biomülls kennen: Biomüll wird zu Komposterde, woraus neue Pflanzen wachsen können, welche später wiederum wieder zu Biomüll werden.